Clyde's Dog

BilderKonzept

Meine Arbeiten sind durch Tiere, Menschen und Mensch-Tier-Beziehungen, durch Kunstgeschichte und Wissenschaft inspiriert. Meistens ist der Stil im Detail realistisch, im Ganzen eher surreal.

In den Tierbildern geht es nicht um das „natürliche“ Tier, sondern um das Tier in der Kultur. Oder genauer: in dem Zwischenreich zwischen Natur und Kultur, in dem sich auch die Menschen bewegen.

Am deutlichsten wird das bei Hunden und Katzen, weil sie uns besonders nahe stehen. Ihre Rolle ist vieldeutig: Einerseits bleiben sie Naturgeschöpfe in einem archaischeren Sinn als wir Menschen und daher im Kern fremd und rätselhaft. Andererseits sind sie ein vertrauter Bestandteil unserer Alltagskultur; ein naiv-anmutiger, spielerischer und emotionaler Ausgleich für unseren Erwachsenenernst und unsere Weltkompliziertheit. Wegen dieser Zwischenposition und dieser Offenheit zwischen Garten Eden und Hochkultur, Geheimnis und kindlicher Einfachheit können Hunde und Katzen - wie Tiere überhaupt - für Menschen viele Funktionen erfüllen: Objekte zur Selbstbespiegelung, Ersatz und Projektion in jeder Richtung, Ausdruck von Schönheit und Freiheit. Für mich symbolisieren Tiere auch die Sehnsucht nach dem verlorenen Paradies >> www.hit-technopark.de

In den Bildern mit Fantasiegeschöpfen sehe ich mich in der Tradition von Kult und Kulturgeschichte. Immer wurden Mensch-Tier-Mischwesen geschaffen; vergl. etwa steinzeitliche Löwenmensch-Schnitzerein, altägyptische und griechische Götterbilder von Sphinx, Anubis, Horus, Satyr bis heute zum Spider Man.

Auch aus der Sicht von Evolutionstheorie und Systemtheorie kann man sich ganz andere Kreaturen vorstellen. Unsere existierende Welt ist unglaublich reich, aber doch begrenzt. Die Arten sind ein Ergebnis von Evolution per Zufall. Andere evolutionäre Selektionen hätten andere Welten hervorgebracht. Bilder können Splitter anderer möglicher Welten zeigen.

Am Anfang der Welt war alles möglich. Am Anfang eines Bildes ist wieder alles möglich. Bilder spielen mit anderen Formen der Realität. Sie versuchen neue, freie Blicke auf Vertrautes. 

Technik

Die meisten Arbeiten sind FotoMontagen im Grenzbereich zwischen Fotografie, Gemälde und Zeichnung (Mixed Media), manche sind reine Gemälde. In der Regel beginne ich am Computer, wo ich aus Fotos von Tieren, Menschen, Landschaften und sonstigen Sujets neue digitale Bilder kreiere. Dann kommen andere Techniken hinzu: Ausdrucke werden übermalt oder weitergezeichnet, eigene Radierungen oder Zitate aus klassischen Kunstwerken mit eingebaut. 

Trägermaterialien sind Leinwand, Papiere, Holz, Acrylglas oder AluDibond. Die Bildergrößen gehen von etwa 20 cm bis etwa 130 cm Kantenlänge. 

Bilder mit malerischen, zeichnerischen oder Radierungs-Elementen sind Unikate. FotoMontagen ohne analoge Zutaten werden i.d.R. in einer Auflage von 5 Exemplaren + 2 EA gedruckt.